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Internationale Bauausstellung der Metropolregion München kührt Idee der Gemeinden Allershausen und Kranzberg zum Projekt-Kandidaten.

(ty) Die Internationale Bauausstellung der Metropolregion München (IBA-M) hat die Expressbus-Haltestelle direkt an der Autobahn A9 zum Projekt-Kandidaten gekürt – ebenso wie das Klima-Quartier Ramersdorf. Das wurde aus dem Landratsamt von Freising bekannt gegeben. Damit kämen von den derzeit 18 Projekt-Kandidaten vier aus dem Kreis Freising. Nachdem der Aufsichtsrat der Empfehlung des Kuratoriums gefolgt sei, werde die Expressbus-Haltestelle ebenso individuell vom IBA-M-Team begleitet, wie die bereits im vergangenen Dezember benannten Projekt-Kandidaten "Lernviertel Freising – Bildung beWEGt", "Zukunfts-Quartier Freising" und die "Nachbarschafts-Region".

"Wir freuen uns sehr, dass mit der Expressbus-Haltestelle an der A9 – die erste ihrer Art in Deutschland – eine vierte Projekt-Idee aus unserem Landkreis Freising weiterverfolgt wird", kommentiert die Freisinger Landrätin Susanne Hoyer. "Das zeigt einmal mehr, wie bedeutend unsere Teilnahme an der IBA für den Landkreis ist." Diese Expressbus-Haltestelle an der A9 ist nach Angaben ihrer Behörde "eine Haltestelle, wie Deutschland sie noch nicht kennt".

Das Ampertal habe keinen Bahnanschluss – aber eine Autobahn, die A9. Das habe die Gemeinden Allershausen und Kranzberg auf eine ungewöhnliche Idee gebracht: Warum nicht eine Expressbus-Haltestelle bauen, mit Park-and-Ride-Parkplatz, Car-Sharing und Fahrrad-Schnellweg? Wo heute nur eine Autobahn-Ausfahrt sei, könnten morgen verschiedenste Wege in die ganze Region führen.

"Die Expressbus-Linie X109 verkehrt schon heute zwischen Ingolstadt und dem Flughafen München", erklärt das Landratsamt von Freising. "Sie könnte die neue Haltestelle sofort nutzen." In Planung sei außerdem die Linie X610 von Mainburg nach Garching-Hochbrück. Von dort bringe einen die U6 ohne weiteres Umsteigen bis ins Münchner Stadtzentrum. Auch Fernbusse könnten die Haltestelle anfahren. "Profitieren würden vor allem die Menschen im ländlichen Ampertal, etwa Auszubildende und Angestellte ohne eigenes Auto, ebenso wie die Unternehmen in der Region", fasst die Freisinger Kreis-Behörde zusammen.

Doch eine Bushaltestelle direkt an der Autobahn zu betreiben, gehöre bislang nicht zu den Aufgaben der Autobahn-GmbH des Bundes. Möglich wird das laut Landratsamt "nur, wenn sich die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern – dafür organisiert das Projekt politische Unterstützung". Die Expressbus-Haltestelle an der A9 könne so deutschlandweit die erste ihrer Art werden.

Der Status als Projekt-Kandidat bedeute, dass die IBA-M die Projekte nun fachlich begleite und gemeinsam mit den Projekt-Trägern auf den nächsten Entwicklungs-Schritt vorbereite, erläutert das Landratsamt. Im Fokus stehe die Weiterentwicklung anhand von sechs Exzellenz-Kriterien.

Beispielsweise arbeite das IBA-M-Team mit dem Projekt-Einreichenden daran, dass ein Vorhaben sein Innovations-Potenzial voll ausschöpfe, höchsten Gestaltungs-Ansprüchen genüge und internationale Strahlkraft entfalte. "Vollwertige IBA-M-Projekte werden umgesetzt und im Ausstellungsjahr 2034 einer internationalen Öffentlichkeit präsentiert."


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