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Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie derzeit bei 2,2 Prozent. Hier weitere Zahlen, ein Blick auf einzelne Waren und drei Grafiken.

(ty) Im Freistaat sind die Verbraucher-Preise im zu Ende gehenden Oktober gegenüber dem Vorjahres-Monat um 2,8 Prozent gestiegen. Das wurde heute aus dem bayerischen Landesamt für Statistik bekannt gegeben. Damit liege die Inflationsrate etwas niedriger als im Vormonat, als sie 3,2 Prozent betragen habe. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich binnen eines Jahres um 0,7 Prozent, die Energie-Preise (Haushalts-Energie und Kraftstoffe) kletterten im gleichen Zeitraum um 11,7 Prozent. Insbesondere die Preise für leichtes Heizöl (plus 79,5 Prozent) und Kraftstoffe (plus 27,7 Prozent) stiegen spürbar. Nachfolgend weitere Details – auch zu einzelnen Waren – sowie drei Grafiken.

Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucher-Preis-Index gegenüber dem entsprechenden Vorjahres-Monat, liegt laut aktueller Mitteilung der Statistik-Behörde für den zu Ende gehenden Oktober – wie eingangs erwähnt – bei 2,8 Prozent. Die Teuerungsrate des Gesamt-Index ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, belaufe sich für diesen Monat indes auf 2,2 Prozent und liege damit in diesem Monat erneut unter der Gesamt-Inflation. Gegenüber dem Vormonat September sei die Kerninflation um 0,2 Prozent gestiegen.

"In diesem Jahr gibt es neben Süßem auch schaurige Preise zu Halloween", heißt es aus dem Landesamt für Statistik. Wer vor der Haustüre gerne zu Halloween einen geschnitzten Kürbis aufstellen wolle, der müsse mehr Geld für den Kürbis bezahlen. Die Preise für Zucchini, andere Kürbisse oder Mais sind in diesem Oktober um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Monat gestiegen. Der Einkauf von Süßigkeiten wurde dafür aber günstiger. Die Preise für Schokoladentafeln (minus 9,5 Prozent) und Kaugummi, Gummibärchen oder Ähnliches (minus 4,1 Prozent) sanken jeweils gegenüber dem Vorjahres-Monat.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im zu Ende gehenden Oktober im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent. Im Jahres-Vergleich stiegen für Verbraucherinnen und Verbraucher im Oktober heuer die Nahrungsmittel-Preise um 0,7 Prozent. Grundnahrungsmittel wie Brot und Brötchen (plus 3,4 Prozent), Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (plus 4,7 Prozent) und auch Gemüse (plus 8,4 Prozent) wurden gegenüber dem Vorjahres-Monat teurer. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren (minus 0,8 Prozent), Molkerei-Produkte und Eier (minus 0,9 Prozent), Obst (minus 1,4 Prozent), Kaffee und Ähnliches (minus 7,3 Prozent) sowie Speisefette und Speiseöle (minus 7,9 Prozent) fielen im Vorjahres-Monats-Vergleich.

Im zu Ende gehenden Oktober sanken die Preise für Energie (Haushalts-Energie und Kraftstoffe) im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent. Insbesondere beim Tanken stellte das bayerische Landesamt für Statistik Preisrückgänge um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat fest. Zum 1. Oktober dieses Jahres hat die Bundesregierung erneut einen bis Dezember befristeten Tankrabatt beschlossen mit dem Ziel, die Verbraucherinnen und Verbraucher zu entlasten. Die Preise für Strom blieben in diesem Oktober gegenüber dem Vormonat unverändert. Preissteigerungen im Vergleich zum September sind bei leichtem Heizöl (plus 7,9 Prozent), Brennholz, Holzpellets oder anderen festen Brennstoffe (plus 3,4 Prozent) sowie Erdgas (plus 2,1 Prozent) zu verzeichnen.

Die Preise für Energie liegen im Freistaat im zu Ende gehenden Oktober um 11,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahres-monats. Mit einem Plus von 79,5 Prozent kletterte dabei vor allem der Preis für leichtes Heizöl deutlich. Auch die Kraftstoff-Preise sind in diesem Oktober gegenüber dem Vorjahres-Monat stark gestiegen (plus 27,7 Prozent). Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe wurden im Vorjahres-Monats-Vergleich ebenfalls deutlich teurer (plus 25,4 Prozent). Strom (minus 6,1 Prozent) und Erdgas (minus 0,6 Prozent) können dagegen derzeit günstiger bezogen werden.

"Betrachtet man die Preis-Entwicklung von Energie zwischen Februar 2026 – dem letzten Monat vor dem Iran Krieg – und Oktober 2026, dann zeigt sich eine Preissteigerung von 11,9 Prozent", teilt die Behörde weiter mit. In diesem Zeitraum wurden leichtes Heizöl um 74,7 Prozent und Kraftstoffe um 22,5 Prozent teurer, Erdgas hingegen lediglich um 4,2 Prozent. Zur Einordnung: Die allgemeine Preissteigerung zwischen Februar und Oktober dieses Jahres beträgt 2,8 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahres-Monat erhöhten sich die tatsächlichen Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Oktober diesen Jahres um 2,1 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt damit unter dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.


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