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Rund 100 Nachwuchs-Floriansjünger aus fünf Feuerwehren hatten ein anspruchsvolles Szenario zu bewältigen. Nachlese mit Bilder-Galerie.

(ty) Ein großer Aktionstag für Nachwuchs-Floriansjünger mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Feuerwehren von Rockolding, Vohburg, Irsching, Ilmendorf und Ernsgaden hat kürzlich in Vohburg-Rockolding stattgefunden. Eine angekündigte Großübung lockte knapp 200 Zuschauer an – darunter die Kommandanten der beteiligten Feuerwehren, der örtliche Bürgermeister Andreas Amann, mehrere Stadträte, Kreisbrandmeister und Feuerwehr-Kreisjugendwart Bert Kramer. Sie konnten hautnah verfolgen, wie die Jugendlichen ein anspruchsvolles Einsatz-Szenario bewältigten. Unterstützt wurden sie dabei vom Rettungsdienst sowie "Helfern vor Ort" (HvO). 

Die Organisatoren hatten folgendes Szenario entwickelt: Während einer Betriebs-Feier kam es zu einer Verpuffung in einer Lagerhalle. Die Situation verschärfte sich zusätzlich, als ein Pkw in eine Menschenmenge fuhr – was Panik unter den anwesenden Leute auslöste. Insgesamt wurden neun Personen verletzt, während sechs weitere Personen zunächst als vermisst galten. Besonders authentisch wirkte die Übung durch die aufwändig dargestellten Verletzungen: Die Darstellerinnen und Darsteller waren professionell geschminkt worden, sodass die jungen Einsatzkräfte unter möglichst realistischen Bedingungen arbeiten konnten.

Nach der Alarmierung rückten die Jugend-Gruppen mit einem Großaufgebot an Einsatz-Fahrzeugen unter Blaulicht und Martinshorn zur Einsatzstelle aus. Vor Ort übernahmen die einzelnen Feuerwehren unterschiedliche Aufgaben, die eng aufeinander abgestimmt werden mussten. Während mehrere Gruppen für einen umfangreichen Lösch-Aufbau sorgten und eine Riegel-Stellung zum Schutz der angrenzenden Bereiche aufbauten, wurde die Wasser-Versorgung durch das Ansaugen von Löschwasser aus einem Brunnen und über Hydranten sichergestellt. Eine weitere Mannschaft konzentrierte sich auf die Rettung von Personen aus dem Unfall-Fahrzeug.  

Parallel dazu suchten die jungen Einsatzkräfte nach den vermissten Personen und unterstützten den Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten. Um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten und geordnete Einsatz-Abläufe zu ermöglichen, wurde das gesamte Übungs-Gelände großflächig abgesperrt. "Die Jugendlichen arbeiteten während der gesamten Übung hochmotiviert und zeigten eindrucksvoll, was sie im Rahmen ihrer Ausbildung bereits gelernt haben", so das Fazit der Organisatoren. Teamarbeit sowie Kommunikation und das koordinierte Zusammenwirken der verschiedenen Feuerwehren standen den Angaben zufolge im Mittelpunkt. Nach gut einer Stunde galt der Übungs-Einsatz als erfolgreich beendet.

"Die Zuschauer zeigten sich sichtlich beeindruckt vom Engagement, der Professionalität und dem Können der jungen Feuerwehr-Anwärterinnen und Feuerwehr-Anwärter", wurde von der Feuerwehr aus Rockolding erklärt. "Wer an diesem Tag in die begeisterten Gesichter der Jugendlichen blickte, konnte erkennen: Hier wächst die nächste Generation von Einsatzkräften heran." Die Jugend-Feuerwehr bilde das Fundament für die Feuerwehr von morgen. "Aus den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden in einigen Jahren die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner, die bei Bränden, Unfällen und Notlagen Hilfe leisten."

Dieser Aktionstag habe einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Nachwuchs-Arbeit in den Feuerwehren sei. Neben der feuerwehr-technischen Ausbildung fördere sie Kameradschaft, Verantwortungs-Bewusstsein und die Zusammenarbeit über Ortsgrenzen hinweg. Feuerwehren seien weit mehr als eine Organisation – sie seien eine tragende Säule der Gesellschaft und stünden für Zusammenhalt, Verantwortung sowie gelebtes Ehrenamt. Ein besonderer Dank der Organisatoren galt
allen Jugendlichen, Jugendwarten und Betreuern, den Verletzten-Darstellern, dem Rettungsdienst, den "Helfern vor Ort" sowie allen Unterstützern, "die zum Gelingen dieses außergewöhnlichen Aktionstages beigetragen" hatten.

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