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Für die Errichtung werden derzeit fast 32 Millionen veranschlagt. Rund drei Millionen Euro wurden bereits für den Kauf eines Grundstücks ausgegeben.

(ty) Pfaffenhofen an der Ilm plant in den nächsten Jahren den Neubau eines Feuerwehrhauses an der Pettenkoferstraße. Der Stadtrat brachte das Projekt in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag einhellig auf den Weg. "Die Maßnahme wird mittelfristig die Handlungsfähigkeit der Stadt einschränken", heißt es aus dem Rathaus. Für die Errichtung werden den Angaben zufolge derzeit rund 31,7 Millionen Euro veranschlagt – "das teuerste Bauvorhaben der Stadt-Geschichte". In dieser Summe seien rund vier Millionen Euro für erwartete Baukosten-Steigerungen bis zum Jahr 2031 enthalten. Für den Grunderwerb seien bereits rund drei Millionen Euro investiert worden. Man prüfe nun auch, welche Fördermittel in Anspruch genommen werden könnten.

"Durch alle Fraktionen waren sich die Mitglieder des Gremiums einig, dass die neue Feuerwache zwar eine erhebliche (finanzielle) Investition darstellt, aber gleichzeitig eine wichtige und gut angelegte Investition in die Sicherheit der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger ist", fasst die Stadtverwaltung zusammen. Das bestehende Feuerwehrhaus an der B13 sei nach fast fünf Jahrzehnten zum einen nicht mehr auf die Anforderungen einer modernen Feuerwehr ausgelegt.

Zum anderen würden bauliche Erweiterungen erforderlich, für die das bisherige Grundstück an der Bundesstraße nicht ausreiche. "Mit dem Neubau schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass unsere Feuerwehr auch in Zukunft schnell, sicher und zuverlässig helfen kann", so Vize-Bürgermeister Peter Heinzlmair (SPD), der in Vertretung von Rathaus-Chef Thomas Herker (SPD) die Sitzung leitete.

Warum ist eine neue Feuerwache notwendig? "Die Antwort liegt vor allem in den heutigen Gegebenheiten am bestehenden Standort sowie den weiter steigenden Anforderungen, unter anderem auch der Katastrophen- und Bevölkerungsschutz, die einen immer größeren Rahmen einnehmen", erklärt die Stadtverwaltung. Die Feuerwehr müsse im Einsatz schnell und sicher ausrücken können.

Genau das werde am bisherigen Standort zunehmend schwieriger: "Für die anrückenden Einsatzkräfte gibt es zu wenig Parkmöglichkeiten und Verkehrswege kreuzen sich. Bei Starkregen und Hochwasser können zudem Bereiche des Geländes überflutet werden. Im Ernstfall darf aber gerade dann die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nicht eingeschränkt sein." 

Auch das Gebäude selbst sei in die Jahre gekommen. "Es gibt unter anderem Probleme mit Dach und Entwässerung, Feuchtigkeit und Schimmel sowie veralteten technischen Anlagen", heißt es aus dem Rathaus. Gleichzeitig entsprächen wichtige Bereiche "nicht mehr den heutigen Anforderungen an Sicherheit und Arbeitsschutz". 

Den Angaben zufolge fehlen unter anderem geeignete getrennte Umkleide-Bereiche sowie ausreichend Platz für sichere Wege rund um die Einsatz-Fahrzeuge. Die Feuerwehr brauche außerdem mehr und passendere Räumlichkeiten. Die vorhandenen Flächen seien vollständig ausgeschöpft. Es fehle unter anderem ausreichend Raum für die Einsatz-Zentrale, für Lager-, Werkstatt- und Besprechungs-Räume sowie Platz für die Jugend-Feuerwehr.

"Moderne Feuerwehrarbeit bedeutet heute zudem mehr Technik, mehr Aufgaben im Katastrophenschutz und höhere Anforderungen an die Zusammenarbeit und Einsatzleitung." Die Stadtverwaltung hat nach eigenem Bekunden im Vorfeld auch geprüft, ob das bestehende Feuerwehrhaus umfassend saniert und umgebaut werden könnte. "Eine Sanierung wäre aufwendig, teuer und langwierig", wird dazu ausgeführt.

"Da auf den laufenden Betrieb Rücksicht genommen werden müsste, würden die Arbeiten Jahre dauern." Und weiter: "Eine Sanierung wäre nicht geeignet, um die grundlegenden Probleme des Standorts und die Platzprobleme zu lösen. Die schwierige Verkehrssituation und die Hochwasser- und Starkregen-Gefahr blieben beispielsweise weiterhin bestehen." Fazit aus dem Rathaus: "Ein Neubau ist deshalb langfristig die sinnvollere Lösung."

Der neue Standort an der Pettenkoferstraße.

Nach einer umfangreichen Suche habe die Stadtverwaltung ein geeignetes Grundstück an der Pettenkoferstraße erworben. Bei der Standort-Suche seien insbesondere kurze und sichere Wege für die Einsatzkräfte, eine gute Anbindung für die Feuerwehr-Fahrzeuge sowie der Schutz vor Hochwasser und Starkregen berücksichtigt worden. Auch der Übungs- und Dienstbetrieb der Feuerwehr solle am neuen Standort dauerhaft gut möglich sein.

Die neue Feuerwache werde über 14 Stellplätze für Einsatz-Fahrzeuge verfügen. Damit werde der heutige Bedarf abgedeckt und gleichzeitig etwas Platz für die Entwicklung der Feuerwehr in den kommenden Jahren geschaffen. Die Planung berücksichtige außerdem zeitgemäße Räume für Einsatz, Verwaltung, Ausbildung, Aufenthalt und Werkstatt-Betrieb.

Die Feuerwehr von Pfaffenhofen übernehme als Stützpunkt-Feuerwehr nicht nur wichtige Aufgaben für das Stadtgebiet, sondern unterstütze auch bei Einsätzen über die Stadtgrenzen hinaus. "Eine moderne und zuverlässige Feuerwache kommt damit nicht nur den Pfaffenhofenerinnen und Pfaffenhofenern zugute", heißt es in einer Presse-Mitteilung der Stadtverwaltung. Man wolle mit dem Neubau zudem dauerhaft gute Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement schaffen: "Denn eine leistungsfähige Feuerwehr braucht nicht nur Fahrzeuge und Technik, sondern auch Menschen, die bereit sind, sich für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger einzusetzen."

In Anwesenheit zahlreicher aktiver Floriansjünger stellten Hans-Dieter Kappelmeier von der Stadtverwaltung und Roland Seemüller, Erster Kommandant der Feuerwehr von Pfaffenhofen, dem Ratsgremium in der Sitzung am Donnerstagabend die Ergebnisse der Bestands-Aufnahme sowie die Gründe für den Neubau ausführlich vor.

"Im Gremium bestand uneingeschränkt Einigkeit darüber, dass eine neue Feuerwache erforderlich ist, um die Handlungsfähigkeit der Feuerwehr auch künftig sicherzustellen, gute Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement zu schaffen und die zukünftige Entwicklung der Feuerwehr zu gewährleisten", fasst man im Rathaus zusammen. Nicht zuletzt die Besichtigung des Altbaus habe von der Notwendigkeit eines Neubaus überzeugt.

Mit Blick auf die erhebliche Investition sei aber zugleich betont worden, dass die Kosten-Entwicklung des Projekts im künftigen Planungs- und Bauverlauf von der Verwaltung sorgfältig im Blick zu behalten sei. Doch könnten städtische Gelder nicht besser verwendet werden als zur Stärkung der Feuerwehr und zur Unterstützung dieses wesentlichen Ehrenamts, denn damit gewährleiste man die Sicherheit der Stadt und ihrer Einwohnerschaft.


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